Samstag, 24. März 2018

Polymerisation im rechten Licht –LED ist nicht gleich

HERSTELLERINFORMATION Licht kann eine starke Energiequelle sein. Dies macht sich die Zahnheilkunde unter anderem bei der Polymerisation zunutze, um lichthärtende Füllungsmaterialien im und am Zahn auszuhärten. Doch die einzelnen Parameter des Lichts können sich je nach lichtpolymerisation unterscheiden und nehmen so Einfluss auf die Qualität der Füllung.

Polymerisation im rechten Licht –LED ist nicht gleich


Nachdem in den 1970er-Jahren zunächst mit UV-Licht experimentiert wurde und schließlich die Halogentechnik jahrelang als Standard galt, setzt man bei der Polymerisation heute weitestgehend auf moderne Leuchtdiodentechnik.Ihre lange Lebensdauer und die höhere Energieausbeute im Vergleich zur Halogenlampe haben
die LED, auch gegenüber Alternativgeräten wie Laser oder Plasmabogen, zum Goldstandard erhoben. Zeitgleich ist ihr Anwendungsfeld breiter als je zuvor. Sowohl bei Kompositfüllungen und Fissurenversiegelungen als auch bei der Verwendung von Befestigungsmaterialien und Adhäsiven gehört der Aushärtungsvorgang mit LED-Polymerisationsleuchte mittlerweile zur Behandlungsroutine.

Doch LED ist nicht gleich LED – zwischen den erhältlichen Geräten gibt es große Unterschiede, die das Polymerisationsergebnis deutlich beeinfl ussen können. Während einerseits Design und Bauweise sich vor allem auf den Anwendungskomfort niederschlagen, spielt Leistung, Wellenlänge und Lichtbündelung eine große Rolle für den Einsatzbereich. Diese Faktoren entscheiden darüber, für welche Materialien und Indikationen eine Polymerisationslampe geeignet ist. Material-Geräte-Kompatibilität Bei der Aushärtung müssen unbedingt die verschiedenen Charakteristiken der Füllungskomposite beachtet werden. Zum einen weist der enthaltene Photo.initiator darauf hin, welche Wellenlänge nötig ist, um den chemischen Prozess der Polymerisation in Gang zu setzen.

Für den Behandler empfi ehlt es sich daher, die Produktbeschreibung von Komposit und Polymerisationslampe zu kennen.

Zum anderen wirkt sich die werkstoffinhärente Schrumpfungseigenschaft auf die Haltbarkeit und Qualität der Restauration aus. Ist die Kraft der Abbindekontraktion größer als die Haftkraft an der Zahnsubstanz, kann es zur Randspaltenbildung und infolgedessen zu Rezidivkaries oder zum Verlust der Restauration kommen. Dieser
Volumenschrumpf und seine Folgen können durch schichtweises Auftragen und Polymerisieren des Füllstoffes reduziert werden.

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