Samstag, 30. Juni 2018

Was passiert, wenn man die Zahnstellung nicht absichert

Wenn der Patient weder einen festsitzenden Retainer hat, noch seine herausnehmbaren „Nacht-Zahnspangen“ trägt, werden die Zähne mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit wieder schief.

©Dr. Schauseil

Die Literatur nennt eine Rückfallwahrscheinlichkeit von ca. 90% nach 10 Jahren, was extrem hoch ist. Aus diesem Grund sollte jeder Patient versuchen, das erzielte Ergebnis zu stabilisieren, da der Frust im Falle eines Wieder-Verschiebens der Zähne extrem hoch sein kann und jahrelange Behandlungen umsonst erscheinen lassen könnte.(Kieferorthopädie Bracket)

Zwar kann der Patient theoretisch mit einer speziellen Zahnseide auch zwischen diese Retainer-Klebestellen einfädeln, erfahrungsgemäß werden das die meisten Patienten aber nicht tun, da es mit einem erhöhten Zeitaufwand einhergeht.

Studien haben gezeigt, dass Patienten mit einem festsitzenden Retainer zu mehr Belägen neigen. Da aber der Mundraum gut von Speichel umspült wird, werden die Beläge zu Zahnstein, ohne dass sich die Kariesgefahr erhöht. Herausnehmbare Zahnspangen erschweren nicht die häusliche Mundhygiene, da sie vor dem Zähneputzen einfach herausgenommen werden können.


Bezahlt die Krankenkasse die Retainer?
Private Krankenkassen und Beihilfestellen übernehmen meist sowohl feste als auch herausnehmbare Retentionsgeräte.

Die gesetzliche Krankenkasse bezahlt in der Regel zwar nicht die festsitzenden Retainer, wohl aber die herausnehmbaren Retentionsgeräte. Kassenpatienten können dennoch auch mit festsitzenden Drähten versorgt werden, müssen diese aber privat begleichen.

Die Kosten pro Draht variieren von Arzt zu Arzt und sollten deswegen von interessierten Patienten spätestens kurz vor dem Entfernen der festen Zahnspange erfragt werden.

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